Notice: Undefined index: HTTP_ACCEPT_LANGUAGE in /kunden/tabletennis-shop.de/websites/andro2013/mysite/_config.php on line 89

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /kunden/tabletennis-shop.de/websites/andro2013/mysite/_config.php:89) in /kunden/tabletennis-shop.de/websites/andro2013/mysite/_config.php on line 72
Trainieren - aber richtig » andro ®
andro Logo

Trainieren - aber richitg!!!

08_2014

Über Tischtennis gibt es viele Lehrbücher, aber nur wenig praxisrelevante Literatur. Ich möchte euch an dieser Stelle ein paar grundlegende Tipps zum Training geben und damit eine kleine Serie in dieser Rubrik starten. Später werdet ihr sogar ganze Übungsreihen mit Anmerkungen zu verschiedenen Themen erhalten.

Schwerpunkt einer Trainingseinheit

Einer Trainingseinheit sollte immer ein Schwerpunkt zu Grunde liegen. Oft kenne ich es so, dass entweder der Vorhand-Topspin, eine andere Schlagtechnik oder Beinarbeit als Schwerpunkt dienen. Das ist schon ein guter Ansatz.
Oftmals empfiehlt es sich aber, hier noch etwas weiter zu differenzieren. Beim Vorhand-Topspin könnt ihr in diesem Zusammenhang z.B. unterscheiden, ob ihr einzelne Elemente innerhalb des Bewegungsablaufs – wie die kleine Beinarbeit, Hüftrotation oder Unterarmbeschleunigung - mehr in den Fokus stellt oder den taktischen Einsatz des Vorhand-Topspins in Bezug auf Platzierung, Tempo, Rotation und Flughöhe schulen wollt.
Auf jeden Fall solltet ihr versuchen, am Ende den Spielern die Möglichkeit zu geben, das Erlernte in Aufschlag-Rückschlag-Übungen anzuwenden. Dabei kann auch die Verbindung mit anderen Schlagtechniken unter Einsatz der entsprechenden Beinarbeit bzw. aus taktischen Gesichtspunkten Sinn machen.

Methodik

Das Thema „Bewegungslernen“ ist sehr umfangreich und mündet wissenschaftlich in unterschiedliche Theorien und Modellen. Für das Tischtennis hat Paul Klingen schon sehr früh aus den vier allgemeinen Grundsätzen:

• vom Leichten zum Schweren
• vom Bekannten zum Unbekannten
• vom Einfachen zum Zusammengesetzten
• vom Groben zum Feinen

Sieben methodische Prinzipien abgeleitet, die bis heute Gültigkeit haben:

  1. Vom diagonalen zum parallelen Spiel
  2. Vom langsamen zum schnellen Spiel
  3. Vom weiträumigen zum kurzen Spiel
  4. Vom indirekten zum direkten Spiel
  5. Vom einfach regelmäßig zum kombiniert unregelmäßigen Spiel
  6. Spiel mit zunehmender Rotationsveränderung
  7. Spiel mit zunehmender konditioneller Belastung

Am einfachsten ist es aber wohl, wenn ihr euch merkt:

„Vom Einfachen zum Komplexen“

So sollten dann nicht nur die einzelnen Übungen einer Trainingseinheit entsprechend aufgebaut werden, sondern es empfiehlt sich auch, zu den verschiedenen Themen ganze Trainingsreihen zu planen, wobei der Schwierigkeitsgrad der Übungen stetig ansteigen kann.

Wissenswertes zum Training

„Die Kinder müssen dort abgeholt werden wo sie sind!“

Das bedeutet, der Schwierigkeitsgrad der Übungen muss an das Niveau der Spieler angepasst werden. Zu leichte wie auch zu schwere Übungen wirken oft demotivierend und verfehlen daher häufig ihr Ziel. Deshalb solltet ihr genau beobachten, wie eure Übungen „funktionieren“.

So, ich hoffe diese kleine Einführung enthält ein paar Tipps, die ihr in euer Training einbauen könnt. Die bald folgenden Übungsreihen sollen euch dann ein paar Beispiele geben, die ihr so oder leicht abgewandelt dann auch in eurem Training benutzen könnt.

Alles Gute
Jens