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KIDS OPEN TAGEBUCH SEBASTIAN REULAND » andro ®
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Ohne sie wäre solch ein Event nicht möglich. Volunteer Sebastian Reuland gibt uns Einblick in sein Kids Open Tagebuch

09_2016

Mittwoch und Donnerstag:

Mein Einsatz als Volunteer bei den andro Kids Open startete bereits am Mittwochmorgen, in einer bis dahin noch völlig leeren Leichtathletikhalle. Zunächst wurden die Spielboxen und Tischpositionen markiert. Zeitgleich mussten die Tische in der Halle verteilt, ausgepackt und aufgestellt und die ca. 700 Banden zusammengesteckt und an ihren Platz gebracht werden. Anschließen brachte u.a. der Borussia-Nachwuchs die Netze und Tischnummern an. Nach dieser Aufgabe hieß es erstmal Mittagspause und Kräfte sammeln – ein Großteil der Tische musste schließlich tatsächlich zu ihrem Platz getragen werden und auch die eigentlich leichten Banden werden nach einigen Stunden Arbeit immer schwerer.

Nach der Pause ging es dann an den Aufbau der beiden Verpflegungsbereiche. Hier mussten z.B. das Zelt aufgestellt werden, Absperrungen richtig positioniert werden, Preisschilder angebracht und Bierzeltgarnituren aufgestellt werden.

Am Donnerstag wurden dann hauptsächlich die vielen „kleineren“ Aufgaben in Angriff genommen, wie z.B. der Aufbau der Mini-Tische für die Trostrunde, der Zusammenbau des Show-Tisches oder das Anbringen der verschiedenen Banner.

Nachdem soweit alles für morgen vorbereitet war, wunderten wir uns, wo denn unser Mittagessen bleibt. Ein schneller Anruf bei unserem Fahrer brachte zu Tage, dass er sich auf dem Weg vom Zentrum zur Leichtathletikhalle verfahren hat und dann doch gleich da eintreffen sollte.

Nachdem der Aufbau endlich abgeschlossen war, ging es für alle Volunteers, die Im Sporthotel übernachteten, zurück zum Zentrum. Dort begann dann nach all der harten Arbeit endlich der entspannte Teil. So diskutierten wir sowohl über den nun erledigten Aufbau als auch über das, was in den kommenden drei Tagen noch so auf uns zukommen würde.

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Freitag:

Wie gewohnt starteten die 27. andro Kids Open am Freitag mit einer Eröffnungszeremonie, an der dieses Jahr neben Trainer Danny Heister auch der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder teilnahm. Danach starteten die Vorrunden der Mannschaftswettbewerbe. Dabei kämpften die Mädchen und Jungen jeweils in 2er-Teams in insgesamt 8 Altersklassen um den Einzug in die KO-Runden.

Bereits zwei Stunden vorher versammelten wir Helfer uns, um in unsere Aufgaben für die kommenden drei Tage eingewiesen zu werden. Diese  können dabei die unterschiedlichsten Tätigkeiten umfassen, wie zum Beispiel die Unterturnierleitungen, die Aktualisierung der Spielpläne und Ergebnisse oder auch die Wertmarkenausgabe.

Mit Turnierbeginn galt es zunächst einmal die zahlreichen Fragen der Teilnehmer an die Turnierleitung zu beantworten, die in diesem Jahr zum ersten Mal an den andro Kids Open teilnahmen. Obwohl wir zu den meisten Fragen relativ schnell eine Antwort parat hatten, kann die Verständigung mit Teilnehmern aus sage und schreibe 29 Ländern auch schon einmal etwas länger dauern, da einfach nicht alle Teilnehmer oder Betreuer der deutschen oder der englischen Sprache mächtig sind. Glücklicherweise halfen in diesem Jahr zwei Volunteers an der Turnierleitung, die mit fließendem Russisch und Polnisch glänzen konnten.

Samstag:

Der Samstag startete mit den Vorrunden der Einzel-Wettkämpfe. Somit kamen auch viele neue Spieler in die Halle, die bei den gestrigen Mannschaftswettbewerben noch nicht im Einsatz waren. Dementsprechend gab es auch hier wieder viele Fragen, die die Turnierleitung hin und wieder mal ganz schön ins Schwitzen brachten.

Mit fortschreitendem Turnierverlauf änderten sich die Fragen dann weg vom Allgemeinen hin zu spezifischeren Fragen rund um die bereits gespielten oder auch um die noch folgenden Spiele. So wunderten sich immer wieder Spieler darüber, dass sie eigentlich doch auf einem anderen Tabellenplatz gelandet sein müssten. Ein schneller Blick auf den Ergebniszettel und schon war klar, dass einfach nur ein Spiel falsch aufgeschrieben wurde und der Fehler somit schnell behoben werden konnte. Die Hobbydetektive unter den Volunteers waren in solchen Situationen klar im Vorteil!

Aber nicht nur Fragen wurden gestellt, sondern immer wieder wurden auch Verbesserungsvorschläge an uns herangetragen, z.B. die Wochentage auf den etlichen Zeitplänen in der Halle generell auch in englischer Sprache anzugeben.

Kurz nach Mittag wechselten dann einige Volunteers von der Leichtathletikhalle ins Tischtennis-Zentrum, der Heimspielstätte von Borussia Düsseldorf, um dort alles für den mit Freude erwarteten Wettkampf der Profis am Abend vorzubereiten.

Währenddessen warteten die Kinder in der Leichtathletikhalle auf den andro-Profi Kilian Ort. Nach dem obligatorischen Showkampf der beiden andro-Stars durften auch noch einige Teilnehmer ihr Können zusammen mit den Profis unter Beweis stellen. 

Abends wartete dann ein besonderes Highlight auf die Teilnehmer, Betreuer und auch auf uns Volunteers: Im Arag CenterCourt standen sich beim „Grand mit Vieren“ die Profis von Borussia Düsseldorf, Stefan Fegerl, Anton Källberg und Kristian Karlsson in einem kleinen Turnier gegenüber. Für Timo Boll, der aufgrund einer Nackenverletzung, die ihn schon in Rio fast aus der Bahn geworfen hätte, doch nicht spielen konnte, sprang kurzfristig Kilian Ort vom Zweitligisten TSV Bad Königshofen ein, welcher sich nach seinem Auftritt in der Leichtathletikhalle eigentlich schon auf dem Heimweg befand. Nachdem schon im Spiel um Platz drei die beiden Youngster Källberg und Ort einige sehr sehenswerte Ballwechsel fabrizierten, brachten vor allem Fegerl und Karlsson die Stimmung mit einem Feuerwerk an spektakulären Schlägen zum Kochen.

Im Anschluss an das Spiel folgte dann die letzte Aufgabe des Tages, der Abbau und das Aufräumen des CenterCourts. Nachdem auch die Mannschaft allen Autogrammwünschen nachgekommen war, trafen wir uns gegen Mitternacht noch zum gemeinsamen „Abendessen“.

Sonntag:

Nach nur relativ wenig Schlaf ist der Sonntag für die Turnierleitung zu einer ganz besonderen Herausforderung geworden, da an diesem Tage die KO-Runden aller Einzel-Konkurrenzen stattfinden sollten. Da diese Spiele meistens recht schnell beendet sind, gibt es hier für die Volunteers an der Turnierleitung kaum Pausen. So müssen die Schiedsrichterzettel an die Unterturnierleitungen und wieder zurück, die Ergebnisse ausgewertet und möglichst schnell übertragen werden, damit jeder Spieler zu seiner nächsten Runde auch wieder pünktlich an seiner jeweiligen Unterturnierleitung sein kann.

Besonders erwartet wurde dann die Autogrammstunde der beiden Schweden Anton Källberg und vor allem Kristian Karlsson, der beim gestrigen „Grand mit Vieren“ zum Publikumsliebling avancierte.

Bevor dann die letzten beiden Runden der andro Kids Open starten konnten, musste die Halle umgebaut werden. Echte Center Court Atmosphäre sollte her! Dazu wurden die ersten Tische bereits abgebaut, um die verbleibenden Spielboxen vergrößern zu können. Da dies in relativ kurzer Zeit geschehen muss, werden dazu so viele Helfer wie möglich zusammengetrommelt und gesondert eingewiesen. Eine besondere Schwierigkeit dieses Umbaus ist dabei, dass man trotz des Zeitdrucks stets voll konzentriert und aufmerksam bleiben muss, um während des Transports der einzelnen Tischhälften keines der immer noch zahlreichen Nachwuchsasse zu verletzen.  

Nach vollbrachtem Umbau bestand die Chance etwas durchzuatmen und sich einige der spannenden Spiele anzuschauen. Nachdem der letzte Ballwechsel gespielt wurde und alle siegreichen Spieler ihren Siegerehrungen entgegenfieberten, begann der komplette Abbau der restlichen Tische und Banden. Diese mussten für den Abtransport wieder komplett in ihre Einzelteile zerlegt und für den sorgfältig verpackt werden. Nachdem auch der Verpflegungsbereich so weit abgebaut war und die Teppiche wieder zusammengerollt und für nächstes Jahr verstaut waren, war die Halle plötzlich wieder leer. Doch gerade die noch verbliebenen, eher kleineren Aufgaben sind wider Erwarten sehr zeitintensiv…
Angekommen im Zentrum dirigierte uns Sebastian Natusch kreuz und quer durch die verschiedenen Lager, sodass auch die vollgeladenen Sprinter zügig entladen waren und wir den Feierabend begießen konnten. Zum Abschluss des Wochenendes  gab es für alle verbliebenen Helfer noch selbstgemachte Pizza.

Auch wenn jetzt jeder froh ist, dass die andro Kids Open für dieses Jahr geschafft sind, freuen sich doch alle darauf, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein und bis dahin die entstandenen Freundschaften pflegen zu können.

Sebastian Reuland