Polish Open
andro verleiht Flügel

Erfolg verleiht Flügel, sagt ein Sprichwort. Mit Blick auf die polnischen Herren könnte man auch sagen: andro verleiht Flügel. Denn dem überraschenden Triumph der Herren-Mannschaft bei den German Open (in Berlin bezwang Polens Auswahl im Finale Europameister Deutschland mit 3:1) folgte nur eine Woche später der nächste Coup. Bei den Polish Open triumphierten Lucjan Blaszczyk und Wang Zengyi im Doppel durch drei 4:3-Siege in Serie: im Viertelfinale gegen die Russen Liventsov/Rubtsov, im Halbfinale gegen die Portugiesen Apolonia/Monteiro und im Endspiel gegen Gao Ning/Yang Zi (Singapur). Nur gegen die Inder Achanta/Saha hatte es zum Auftakt einen glatten 4:0-Erfolg für die Lokalmatadore gegeben, ab dann fehlten den Gegnern von Blaszczyk/Wang Zengyi jeweils nur maximal zwei Punkte zum Sieg. Doch die risikofreudigen Polen spielten mit großem Selbstvertrauen und erstaunlicher Sicherheit – und einen wesentlichen Teil davon haben sie aus Deutschland. Einerseits, weil andro, Materialausrüster der Polish Open, für dieses Turnier die Tische, Netze, Bälle und Umrandungen stellte, so für gleichbleibend hohe Qualität der Spielbedingungen sorgte und im Rahmen der Polish Open auch den Ausrüstervertrag mit dem polnischen Verband verlängerte. Andererseits, weil Blaszczyk/Wang Zengyi schon bei den German Open ihre Klasse bewiesen hatten: In den Mannschaftskämpfen verloren die beiden als Doppel kein einziges Match und trugen so wesentlich zum Erfolg des polnischen Teams bei.

„Wang spielt jetzt viel besser als früher. Wir sind für alle gefährlich”, erklärte Lucjan Blaszczyk. Und das klang ein bisschen wie eine Kampfansage an die Besten der Welt. Erfolg macht eben selbstbewusst.

 

Auch die andro-Stars Christian Süß, Wu Jiaduo und Elke Schall überzeugten in Warschau. Süß behauptete sich mit 4:2 gegen Lubomir Jancarik (Tschechien) und mit 4:3 gegen den Russen Igor Rubtsov, ehe im Achtelfinale Gao Ning aus Singapur mit einem 4:0 den Siegeszug des 23-Jährigen stoppte.

In dieser Runde erwischte es auch Elke Schall und Wu Jiaduo. Die Rekonvaleszentin Schall zeigte sich von ihrer hartnäckigen Fußverletzung gut erholt und spielte sich mit Siegen gegen die Ungarin Gabriele Feher (4:2) und die Japanerin Misako Wakamiya (4:2) unter die besten 16, wo sie Tamara Boros aus Kroatien mit 1:4 unterlag. Wu Jiaduo hatte nach einem 4:3 gegen Shamini Kumaresan (Indien) und einem 4:2 gegen Sara Ramirez (Spanien) Mühe, sich auf das raffinierte Abwehrspiel von Li Qian einzustellen. Die Polin führte bereits mit 3:0 nach Sätzen, ehe Dudu immer besser wurde, die nächsten beiden Durchgänge für sich entschied – und dann unglücklich in der Verlängerung des sechsten Satzes verlor. andro verleiht Flügel, aber um zu fliegen, muss man dennoch rechtzeitig damit schlagen.