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Alle reißen sich um den Olympia-Helden Christian Süß.
Die Medaille ist immer im Gepäck
„Die Medaille”, sagt Christian Süß, „ist noch in einem Kasten und wird überall hin mitgenommen, weil alle die sehen möchten.” Der andro-Star befindet sich in mancher Hinsicht auch mehrere Wochen nach Abschluss der Olympischen Spiele noch im Ausnahmezustand. Der Gewinn der Silbermedaille in Peking, nicht nur der größte Erfolg in der Karriere des 23-Jährigen, sondern auch die erste Olympia-Medaille für das andro-Team, hat vieles bewegt. „In der Woche nach meiner Rückkehr aus Peking konnte ich praktisch überhaupt nicht trainieren, weil wir unglaublich viele Termine hatten”, berichtet Christian Süß. Die Sponsoren ARAG und Metro wollten persönlich gratulieren und ihr Aushängeschild präsentieren, und in gleich zwei Städten durfte er sich ins Goldene Buch eintragen: Seine Geburtstadt Ahlen lud ihren prominenten Sohn ein, und Düsseldorf, seit mehreren Jahren Lebensmittelpunkt von Christian Süß, empfing gleich das gesamte Borussen-Trio mit Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov – also jenes Team, das dem DTTB in Peking den größten Triumph seit zwölf Jahren beschert hatte.
„Wenn sich das mal ein bisschen gelegt hat, kommt die Silbermedaille in eine Vitrine”, sagt Christian. Er ist keiner, der all seine Pokale und Trophäen zur Schau stellt, „aber eine Olympia-Medaille ist schon etwas Besonderes”, sagt er. Ein bisschen Stolz schwingt dabei in seiner Stimme mit, und dazu hat der andro-Star auch allen Grund. Christian Süß hat Außergewöhnliches geleistet, und er geht auch weiter konsequent seinen Weg. „Jetzt muss ich erst mal in der Bundsliga Fuß fassen, mit dem neuen Spielsystem und mit neuen Belägen.”
Er hat sich dafür entschieden, von Anfang an den sauberen Weg zu gehen und nur noch mit festgeklebten Belägen zu spielen – ohne Frischkleber und ohne Tuner. Beides stand am ersten Bundesligaspieltag noch nicht unter Strafe, seit dem 1. September aber bekanntlich schon. Und Christian Süß machte bereits die Erfahrung, „dass sich offenbar nicht alle an das Verbot halten”. Noch wichtiger war aber die zweite Erfahrung: dass er auf sein neues Material, den andro ROXON 500pro, vertrauen kann. „Es hat sich gezeigt, dass es kein Unterschied ist zwischen verbotenem Tuning und guten festgeklebten ROXON Belägen.”
Süß stand auch in der Bundesliga schon wieder auf der Siegerseite, und er hat das nächste große Ziel bereits fest im Blick: die Europameisterschaften in St. Petersburg, wo er als Titelverteidiger mit der deutschen Mannschaft und im Doppel vor großen Herausforderungen steht.
