andro Newsletter September 2008
Tischtennisspieler, andro-Kunden, Fans der schnellsten Ballsportart der Welt!
Das Mega-Event Olympia liegt hinter uns. Die Silbermedaille, die andro-Star Christian Süß mit der deutschen Herren-Mannschaft gewonnen hat, kann ihm keiner mehr nehmen. Und doch ist dies bereits Geschichte, denn die Zukunft hat schon begonnen: Mit dem Bundesliga-Auftakt präsentiert sich die Deutsche Tischtennis Liga (DTTL) in völlig neuem Gewand.
Das neue Spielsystem ist aber nicht das einzige Novum. Noch spannender ist für viele das Ende des Frischklebens, das nicht nur die Aktiven an der Basis, sondern auch alle Topstars zur Umstellung gezwungen hat. Das andro-Team berichtet, auf welches Material sie dabei vertrauen und was es dabei zu beachten gilt.
Wir stehen vor der spannendsten Saison seit Jahren. Starten wir gemeinsam durch: jetzt.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr andro-Team
Alle reißen sich um den Olympia-Helden Christian Süß. Die Medaille ist immer im Gepäck
„Die Medaille”, sagt Christian Süß, „ist noch in einem Kasten und wird überall hin mitgenommen, weil alle die sehen möchten.” Der andro-Star befindet sich in mancher Hinsicht auch mehrere Wochen nach Abschluss der Olympischen Spiele noch im Ausnahmezustand. Der Gewinn der Silbermedaille in Peking, nicht nur der größte Erfolg in der Karriere des 23-Jährigen, sondern auch die erste Olympia-Medaille für das andro-Team, hat vieles bewegt. „In der Woche nach meiner Rückkehr aus Peking konnte ich praktisch überhaupt nicht trainieren, weil wir unglaublich viele Termine hatten”, berichtet Christian Süß. Die Sponsoren ARAG und Metro wollten persönlich gratulieren und ihr Aushängeschild präsentieren, und in gleich zwei Städten durfte er sich ins Goldene Buch eintragen: Seine Geburtstadt Ahlen lud ihren prominenten Sohn ein, und Düsseldorf, seit mehreren Jahren Lebensmittelpunkt von Christian Süß, empfing gleich das gesamte Borussen-Trio mit Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov – also jenes Team, das dem DTTB in Peking den größten Triumph seit zwölf Jahren beschert hatte.
„Wenn sich das mal ein bisschen gelegt hat, kommt die Silbermedaille in eine Vitrine”, sagt Christian. Er ist keiner, der all seine Pokale und Trophäen zur Schau stellt, „aber eine Olympia-Medaille ist schon etwas Besonderes”, sagt er. Ein bisschen Stolz schwingt dabei in seiner Stimme mit, und dazu hat der andro-Star auch allen Grund. Christian Süß hat Außergewöhnliches geleistet, und er geht auch weiter konsequent seinen Weg. „Jetzt muss ich erst mal in der Bundsliga Fuß fassen, mit dem neuen Spielsystem und mit neuen Belägen.”
Er hat sich dafür entschieden, von Anfang an den sauberen Weg zu gehen und nur noch mit festgeklebten Belägen zu spielen – ohne Frischkleber und ohne Tuner. Beides stand am ersten Bundesligaspieltag noch nicht unter Strafe, seit dem 1. September aber bekanntlich schon. Und Christian Süß machte bereits die Erfahrung, „dass sich offenbar nicht alle an das Verbot halten”. Noch wichtiger war aber die zweite Erfahrung: dass er auf sein neues Material, den andro ROXON 500pro, vertrauen kann. „Es hat sich gezeigt, dass es kein Unterschied ist zwischen verbotenem Tuning und guten festgeklebten ROXON Belägen.”
Süß stand auch in der Bundesliga schon wieder auf der Siegerseite, und er hat das nächste große Ziel bereits fest im Blick: die Europameisterschaften in St. Petersburg, wo er als Titelverteidiger mit der deutschen Mannschaft und im Doppel vor großen Herausforderungen steht.
Olympische Spiele
Der Kämpfer Jean-Mi Saive gibt nicht auf
Den 20. August 2008 wird Jean-Michael Saive in schlechter Erinnerung behalten. Dies war der Tag, an dem es im Einzel-Wettbewerb der Olympischen Spiele zu einer der größten Überraschungen des Turniers kam: Segun Toriola schaltete in der 2. Hauptrunde den belgischen andro-Star in sechs hart umkämpften Sätzen aus. Dabei wuchs der Mann aus Nigeria, in der Weltrangliste nur an Nummer 115 notiert, über sich hinaus: „Ich habe noch nie so gut gespielt wie heute, vor allem meine Vorhand war sehr gut“, erklärte der strahlende Sieger. Toriola war damit der erste Afrikaner in der Geschichte der Olympischen Spiele, der es in die Runde der besten 32 des Tischtennis-Turniers schaffte.
Jean-Mi Saive hingegen, der einen monatelangen Streit mit dem Weltverband ITTF geführt hatte, um überhaupt in Peking starten zu dürfen (am Ende musste er allerdings doch seinen Platz bei der olympischen Welt-Qualifikation in Budapest erkämpfen, weil ihm die Direkt-Qualifikation verweigert wurde), bekannte offen: „Ich bin sehr enttäuscht.“
ITTF-Präsident Adham Sharara nahm den Fall des Belgiers zum Anlass, laut über eine Änderung der Austragungsmodalitäten nachzudenken. Der Kanadier kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass künftig erst das Einzel-Turnier ausgetragen wird und erst danach die Mannschaftskämpfe. „Für einige sehr gute Spieler, deren Teams sich aber nicht qualifiziert haben, ist es sonst ungerecht“, erklärte Sharara und nannte explizit „das Beispiel von Jean-Michel Saive, der hier sein erstes Spiel gegen Segun Toriola bestreiten musste. Toriola hatte zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Partien mit dem nigerianischen Team absolviert.“
Welch große Wertschätzung Jean-Michel Saive genießt, war in Peking bereits zuvor deutlich geworden. Die ITTF verlieh ihm, dem Kroaten Zoran Primorac und dem Schweden Jörgen Persson einen eigens für dieses Trio neu geschaffenen Preis, den Award für die All-Time-Olympics. Seit Einführung von Tischtennis als olympischer Disziplin 1988 in Seoul hatten nur Saive, Primorac und Persson es geschafft, sich für alle sechs Olympischen Spiele zu qualifizieren.
Der Kämpfer Jean-Mi ließ nach dem Aus gegen Toriola offen, ob er nicht sogar einen siebten Anlauf wagen wird: „Ich bin nicht sicher. Im November werde ich 39. Aber wenn ich in den nächsten ein bis zwei Jahren noch immer auf diesem Niveau Tischtennis spielen kann, werde ich auch versuchen, mich noch einmal für die Olympischen Spiele zu qualifizieren“, sagte er. Der andro-Star wäre 2012 in London 42 Jahre alt. Und den Award für die All-Time-Olympics dürfte dann außer ihm wohl niemand mehr bekommen.
Olympia-Bilanz
Chinas Dominanz ist zu groß
Ein Fest für den Tischtennissport hatten sich Fans, Aktive und Offizielle von den Olympischen Spielen versprochen, und das wurde es: Perfekte Bedingungen, großartige Stimmung, spektakuläre Spiele und ungeahnte mediale Aufmerksamkeit sorgten für eine äußerst positive Bilanz des olympischen Tischtennis-Turniers. An den Endspieltagen der Mannschaftskämpfe und der Einzelturniere waren die fast 400 Presseplätze im Peking University Gymnasium gerammelt voll. Tickets für die Zuschauer gab es schon Monate vor Turnierbeginn nicht mehr: Tischtennis war als erste olympische Sportart ausverkauft.
Adham Sharara, Präsident des Tischtennis-Weltverbandes ITTF, nannte „die Fernsehzahlen in China eine Sensation für unseren Sport“. Der Kanadier berichtete, nach den Einschaltquoten der ersten Woche sei Tischtennis in China an vier von sieben Tagen die Nummer eins gewesen. „Das ist toll für unseren Sport und eine große Chance für die Zukunft", betonte er. Trotzdem war er nicht mit allem glücklich, was in Peking passierte. „Die Ergebnisse tun mir als Weltpräsident weh", bekannte Sharara. „Dass die Team-Events von China dominiert würden, war ja absehbar, dass aber auch alle Medaillen im Einzel an China gehen, ist nicht gut für unseren Sport."
Tatsächlich hätte die Dominanz nicht erdrückender sein können. Neben den beiden Titeln mit der Herren- und der Damen-Mannschaft gewannen die Gastgeber auch alle drei Medaillen im Herren-Einzel sowie Damen-Einzel. Dabei verloren Chinas Athleten auf dem Weg zum totalen Triumph gegen den Rest der Welt keine einzige Partie: Sämtliche Spiele in den Mannschaftskämpfen gewannen die beiden chinesischen Teams mit 3:0.
Der Tischtennis-Medaillenspiegel belegt zudem die Überlegenheit der asiatischen Asse. Elf der zwölf Medaillen wurden von asiatischen Verbänden gewonnen: Neben den überragenden Gastgebern, die sich gleich acht Medaillen sicherten, bestätigten die Teams aus Südkorea mit dem Gewinn von Bronze bei den Damen und Herren ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze, ebenso wie die Damen-Mannschaft aus Singapur, die – allerdings mit drei eingekauften und eingebürgerten Chinesinnen – Silber gewann.
Die deutschen Männer sorgten für den einzigen europäischen Lichtblick. Mit dem Gewinn der Silbermedaille gelang andro-Star Christian Süß, Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll der größte Erfolg für den Deutschen Tischtennis-Bund seit zwölf Jahren. 1996 in Atlanta hatte Jörg Roßkopf zuletzt eine Olympia-Medaille für den DTTB gewonnen: Bronze im Einzel.
Das bei Olympischen Spielen erstmals ausgetragene Mannschaftsturnier erwies sich in Peking als voller Erfolg. Sharara nannte dieses Event den „emotionalen Höhepunkt" des olympischen Tischtennis-Turniers und plädierte dafür, diesen Wettbewerb auch künftig beizubehalten. Ein wesentlicher Pluspunkt dieses Wettbewerbs ist die Tatsache, dass es hier garantiert zum Kampf verschiedener Nationen kommt, während die rein chinesischen Endspiele im Einzel naturgemäß geringere emotionale Beteiligung erzeugen. Um den Wettbewerb spannender zu gestalten, erwägt der ITTF-Präsident indes Änderungen.
„Ich will schon sehr bald zunächst ITTF-intern und dann mit dem IOC Änderungswünsche von meiner Seite diskutieren“, kündigte Sharara an.
Was ihm vorschwebt? „Ein Wettbewerb mit maximal zwei Spielern eines Landes. Damit verhindert man schon mal, dass ein Land, wie hier China, alle Medaillen abräumt. Dann will ich den Mannschafts-Wettbewerb, weil der emotional der Höhepunkt ist und hier auch war. Und ich will wieder einen Doppel-Wettbewerb mit 16 Paaren und nur einem Doppel pro Nation.“
Ob sich Shararas Wünsche alle erfüllen werden, bleibt freilich abzuwarten. Die Konkurrenz ist gewaltig; Vertreter zahlloser Verbände drängen auf größtmögliche olympische Präsenz ihrer Sportart. Der Kanadier ist aber optimistisch: „Wir werden das diskutieren und dann weitersehen. Grundsätzlich hat der Tischtennissport große Zukunftschancen. Wir müssen sie nur nutzen.“
Interview mit Wu Jiaduo
„So schlecht war ich gar nicht“

andro-Star Wu Jiaduo startete bei den Olympischen Spiele in Ihrem Heimatland China. Damit verwirklichte Dudu zwar ihren großen Traum, doch ihr sportliches Abschneiden war für sie eine Enttäuschung: Mit dem deutschen Damen-Team schied sie nach drei Niederlagen in den Gruppenspielen aus, und im Einzel unterlag sie in ihrer ersten Partie der Österreicherin Li Qianbing in der Runde der besten 32.
Das andro-Team fragte nach, wie Wu Jiaduo die Tage in Peking und danach erlebt und verarbeitet hat.
andro: Die Olympischen Spiele sind für dich ja nicht gerade glücklich gelaufen. Mit etwas Abstand: Wie hast du das schlechte Abschneiden denn verkraftet?
Wu Jiaduo: Meine Eltern haben mich ganz lieb getröstet. Ich war nach den Spielen noch ein paar Tage bei Ihnen zu Besuch, und sie haben mir schon neue Motivation gegeben.
andro: Wie denn?
Wu Jiaduo: Sie haben gesagt: „Kein Problem. Fangen wir wieder neu an.“ Ich bin ja das einzige Kind meiner Eltern, und daher werde ich meist ziemlich verwöhnt, wenn ich heimkomme. Ich habe auch sehr gut gegessen: Fisch, Garnelen und viel grünes Gemüse.
andro: Wie bewertest du im Rückblick deine Leistung in Peking?
Wu Jiaduo: Ich kann akzeptieren, dass wir schlecht gespielt haben. Aber meine Einzelergebnisse waren eigentlich gar nicht so schlecht. In der Mannschaft habe ich nur zwei Spiele gemacht. Gegen Rumänien habe ich gegen Dodean verloren, und da habe ich, zugegeben, nicht besonders gut gespielt. Gegen Polen habe ich mein Einzel gewonnen. Und gegen Hongkong bin ich zum Einzel nicht mehr drangekommen. Im Einzel-Wettbewerb habe ich gegen Li Qianbing im siebten Satz mit 9:5 geführt und verloren. Insgesamt habe ich also nur drei Einzel bestritten: eins gewonnen, zwei verloren. Deshalb bin ich auch nicht so furchtbar traurig gewesen. Natürlich war ich schon traurig, wegen der Mannschaft. Aber ich kann das akzeptieren.
andro: Wie fandest du denn die Atmosphäre in der Halle?
Wu Jiaduo: Sehr gut. Es waren ja so viele Zuschauer da! Ich wollte für meine Eltern auch noch Tickets besorgen, aber ich habe leider keine mehr bekommen. Es war schon alles ausverkauft.
andro: Heißt das, dass deine Eltern gar nichts von den Tischtennis-Wettbewerben gesehen haben?
Wu Jiaduo: Doch, bei den Mannschaftskämpfen haben sie mich unterstützt. Aber im Einzel-Wettbewerb haben sie mich nicht mehr spielen gesehen.
andro: Naja, du hast ja auch nur ein Einzel absolviert. Da war es vielleicht gar nicht so schlimm, dass sie nicht zuschauen konnten?
Wu Jiaduo: Nein, so schade fand ich das dann auch gar nicht.
andro: Hast du von den Olympischen Spielen denn noch etwas anderes außer den Tischtennis-Wettbewerben sehen können?
Wu Jiaduo: Ja, ich habe ein Volleyballspiel gesehen: Chinas Damen gegen Japan. China hat gewonnen. Ich wollte auch gern zur Leichtathletik, aber ich habe keine Karten bekommen. Die Tickets waren auch ziemlich teuer: 150,- Euro.
andro: Und hast du im olympischen Dorf andere Sportler kennengelernt?
Wu Jiaduo: Dirk Nowitzki war bei uns zu Besuch, und ich habe ein Foto mit ihm und mir gemacht. Das sieht ziemlich komisch aus: Er ist wirklich groß. Ich glaube, ich gehe ihm nur bis zum Oberschenkel.
andro: Jetzt übertreibst du aber…
Wu Jiaduo: Nein wirklich! Ich bin doch nur 1,65 m, und er ist einen halben Meter größer als ich.
andro: Hast du noch mehr Bekanntschaften geschlossen?
Wu Jiaduo: Ich wollte auch gern mit dem amerikanische Basketballer ein Foto machen… Wie heißt der noch…?
andro: Kobe Bryant?
Wu Jiaduo: Genau! Mit Kobe Bryant und Roger Federer wollte ich auch Fotos machen, aber das wollten so viele. Da war immer zu viel los.
andro: Wie wird es jetzt für dich weitergehen?
Wu Jiaduo: Bald beginnt ja die Bundesligasaison, und ich muss mich jetzt intensiv damit beschäftigen, welches Material ich spielen werde. Bislang habe ich beide Seiten frischgeklebt, auch meinen Noppenbelag. Und durch Olympia hatte ich noch keine Zeit zu Testen. Aber zusammen mit dem andro-Team finde ich bestimmt eine gute Lösung.
Frischklebeverbot
Der andro ROXON 500pro überzeugte die Stars auch im Blindtest
„Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je”
David Daus ist erleichtert. „Wir waren überzeugt, dass unsere Produkte sehr gut sind”, sagt der Mann für Export und Produktentwicklung bei andro. Ein bisschen nervös war er aber doch vor dem großen Testtermin, den andro nach den Olympischen Spielen mit allen Stars anberaumt hatte. „Wir wollten unseren Aktiven vermitteln, warum der saubere Sport im Tischtennis so wichtig ist. Und wir wollten sie überzeugen, dass wir die besten Produkte bieten”, erklärt Daus.
Um dies zu erreichen, wählten die Verantwortlichen von andro einen riskanten Weg: Es wurde ein Blindtest durchgeführt, in den neben den Belägen von andro auch die Spitzenprodukte anderer Firmen einbezogen wurden. Jean-Michael Saive und Christian Süß, Slobodan Grujic, Wu Jiaduo und Elke Wosik testeten also festgeklebte Beläge, ohne zu wissen, womit sie eigentlich spielten. Die andro-Beläge wurden dabei mit unterschiedlichen Schwammhärten, aber mit identischer Oberfläche angeboten – immer mit dem Ziel, allen Aktiven nach dem Inkrafttreten des Frischklebeverbots eine optimale Lösung anzubieten.
„Wir wollten sehen, was wirklich gut ist”, sagt Daus. Da gleich vier der andro-Stars (Saive, Süß, Wu Jiaduo und Schall) bei den Olympischen Spielen im Einsatz waren, hatte sie bis unmittelbar vor Saisonstart in der Bundesliga keine Zeit zu testen, mit welchem Material sich die Umstellung am besten bewerkstelligen lässt. „Also haben wir versucht, alles so zu organisieren, dass unsere Athleten bestens vorbereitet sind”, sagt Daus.
Die Ergebnisse waren überaus erfreulich. Die hochsensiblen Stars befanden im Blindtest ausnahmslos den andro ROXON 500pro für gut. Mit diesem Belag – in maximaler Stärke und selbstverständlich ohne den Einsatz verbotener Tuner oder Booster – starteten Christian Süß und Co. wenige Tage später erfolgreich in die Saison. Der 23-Jährige musste sich zwar im ersten Bundesligamatch noch dem Schweden Jan-Ove Waldner geschlagen geben, doch hatte dies mehr mit den Folgen einer Infektion zu tun, mit der der Düsseldorfer nach seiner Rückkehr aus Peking zu kämpfen hatte, als mit Materialproblemen. Und schon im zweiten Spiel der Borussia wurde Süß zum Matchwinner: Beim 3:2-Sieg in Plüderhausen bezwang er den Hongkong-Chinesen Leung Chu Yan mit 3:0 und punktete auch im Doppel an der Seite von Marco Freitas gegen Aleksandar Karakasevic/Jacub Kosowski: Spiel, Satz und Sieg für den andro ROXON 500pro!
David Daus zog erste Schlüsse zum Thema Materialumstellung, die auch für alle Aktiven an der Basis gelten. „Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je. Früher konnte man schlechtere Beläge noch aufpäppeln, aber jetzt kann man nicht mehr daran herumfummeln.”
Erst die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, inwieweit sich Tischtennis durch den Einsatz neuer Materialien verändern wird. Vieles deutet aber darauf hin, dass der entscheidende Schritt nicht durch angepasste Schlagtechniken vollzogen wird. „Die wichtigste Umstellung geschieht im Kopf”, sagt Daus. „Ich glaube dass Spieler mit kühlem, gutem Kopf sich schneller mit der neuen Situation arrangieren werden.” Probleme sieht Daus vor allem auf diejenigen zukommen, die Fehler aufs Material schieben. Das dürften allerdings kaum andro-Spieler sein…
Materialvorstellung
DTTL:
Die Reformen zeigen Wirkung, die Bundesliga blüht auf.
Dreier-Teams an nur noch einem Tisch, ein neues Spielsystem und das Ende des Frischklebens: Die Tischtennis-Bundesliga erlebte zum Saisonbeginn die größten Veränderungen ihrer Geschichte. Und das erste Urteil innerhalb der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) fällt positiv aus: Die Fans haben das Spielsystem sehr gut angenommen, ob in der Halle oder vor dem Fernseher.
Jülichs Geschäftsführer Ralf Düren sagt: „Die Bedenken, dass man den Zuschauern die Hälfte der Spiele wegnimmt, haben sich nicht bestätigt. Man nimmt ihnen nur die Entscheidung ab: Jetzt sieht jeder alles.“ Bremens Teammanager Sascha Greber war selbst skeptisch, räumt aber ein: „Die Zuschauer sind durchaus angetan vom neuen Spielsystem.“
Auch andro-Star Christian Süß bestätigt diesen Trend. „Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, die mir gesagt haben, dass es sehr viel angenehmer ist, die Spiele an nur einem Tisch zu verfolgen.“
Mit über 180.000 Fernsehzuschauern im DSF verbuchte die DTTL zudem am zweiten Spieltag die mit Abstand beste Quote seit Wiederaufnahme der Übertragungen im deutschen Free-TV. Benno Neumüller, Geschäftsführer der für die Übertragung verantwortlichen contenthouse GmbH, äußerte sich euphorisch: „Die Reichweite unserer TV-Übertragung ist eine Sensation und verleiht dem Gesamtprojekt DTTL weiter Rückenwind.“
Es scheint tatsächlich so, als ob die Liga auf dem richtigen Weg ist, doch für ein endgültiges Urteil ist es kurz nach Saisonbeginn noch zu früh.
Fest steht: Von den acht Begegnungen der ersten beiden Spieltage endeten nur zwei mit 3:0. Das kürzeste Match, die Partie zwischen Fulda und Frickenhausen, dauerte immerhin noch 94 Minuten – bei allerdings nur zehn gespielten Sätzen und einer rund 15-minütigen Pause. Ob dies zeitgemäß oder den Fans auf Dauer zu wenig ist, bleibt abzuwarten.
Einhellig ist jedoch zu hören, dass die Spannung steigt. „Es wird mehr Überraschungen geben“, prophezeit Wieland Speer, Ligasekretär der DTTL, und ergänzt: „Durch die taktischen Variationsmöglichkeiten können sehr interessante Konstellationen zustande kommen.“
Der Außenseitersieg des vermeintlichen Abstiegskandidaten Gönnern in Bremen und der Beinahe-Erfolg von Plüderhausen gegen Meister Düsseldorf belegen dies.
Im Gegensatz zu früher müssen die Akteure nicht mehr nach der Reihenfolge der Spielstärke aufgestellt werden, sondern können für die Positionen 1, 2 und 3 frei nominiert werden (Spielreihenfolge: A1 – B2, B1 – A2, A3 – B3, A1 – B1 – dann folgt das Doppel, für das beide Teams auch einen vierten Spieler nominieren dürfen, keinesfalls aber die eigene Nummer eins (also A2/A3 oder A2/A4 oder A3/A4).
Dazu kommt noch der Umstand, dass durch die Umsetzung des Frischklebeverbots ohnehin viel Bewegung in die Liga gekommen ist, weil so mancher Akteur noch auf der Suche nach der idealen Lösung zu sein scheint. Die Bundesliga hat gerade erst begonnen, doch sie präsentiert sich so interessant wie seit Jahren nicht.
andro Kids Open – erfolgreiches andro Event
Die 19. andro Kids Open (ehemals Tischtennis-Kinderolympiade) waren einmal mehr ein voller Erfolg. Vom 01. bis 03.08.2008 kämpften in Düssedorf 1.321 Kinder an insgesamt 80 andro Tuniertischen (andro Magnum SC und andro Competition) um die begehrten Podiumsplätze. Neben dem Tunierverlauf bekamen die Jugendlichen im Alter von 6-15 Jahren das Olympia-Team von Peking mit Timo Boll, Chrisitan Süß und Dimitrij Ovtcharov zu sehen. Neben verschiedenen Showkämpfen und Autogrammstunden hatten die Kids auch die einmalige Möglichkeit andro Star Slobodan Grujic einma hautnah zu erleben. Der serbische Nationalspieler reiste gleich mit seiner ganzen Familie nach Düsseldorf an und nahm sich viel Zeit für seine Fans. Neben einer Demonstration des „Balleimer-Trainings“ schrieb „Bobo“ ebenfalls hunderte von Autogrammen und beantwortet die Fragen der Teilnehmer mit Freude.
http://www.borussia-duesseldorf.com/deutsch/kids_open/news.html
Vorschau ERKE German Open 2008 Berlin – andro als Ballausrüster dabei
Erstmals finden in diesem Jahr die German Open in Deutschlands Hauptstadt statt. Im Berliner Velodrom werden vom 19. bis 23. November die Weltstars des Tischtennis aufschlagen und um den heiß begehrten Titel kämpfen. Auch im Jahr 2008 werden die ERKE German Open wieder eines von vier hervorgehobenen Veranstaltungen sein – ähnlich den Grand-Slam-Turnieren im Tennis –, die mit jeweils rund 150.000 Dollar dotiert sind. Erwartet werden rund 300 Spielerinnen und Spieler aus 40 Nationen, darunter die Topstars der Welt. Auch andro wird bei den ERKE German Open vertreten sein. Wie im vergangen Jahr ist andro der Offizielle Ballausrüster des DTTB. Insgesamt können die Spieler daher wieder einmal auf die Top-Qualität der 1.000 andro Speedbälle vertrauen, die in Berlin zum Einsatz kommen. Alles weitere rund um die ERKE German Open 2008 und den Ticket-Service finden Sie auf der Internetseite www.tischtennis.de
Der andro ROXON 500pro überzeugte die Stars auch im Blindtest
„Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je”

David Daus ist erleichtert. „Wir waren überzeugt, dass unsere Produkte sehr gut sind”, sagt der Mann für Export und Produktentwicklung bei andro. Ein bisschen nervös war er aber doch vor dem großen Testtermin, den andro nach den Olympischen Spielen mit allen Stars anberaumt hatte. „Wir wollten unseren Aktiven vermitteln, warum der saubere Sport im Tischtennis so wichtig ist. Und wir wollten sie überzeugen, dass wir die besten Produkte bieten”, erklärt Daus.
Um dies zu erreichen, wählten die Verantwortlichen von andro einen riskanten Weg: Es wurde ein Blindtest durchgeführt, in den neben den Belägen von andro auch die Spitzenprodukte anderer Firmen einbezogen wurden. Jean-Michael Saive und Christian Süß, Slobodan Grujic, Wu Jiaduo und Elke Wosik testeten also festgeklebte Beläge, ohne zu wissen, womit sie eigentlich spielten. Die andro-Beläge wurden dabei mit unterschiedlichen Schwammhärten, aber mit identischer Oberfläche angeboten – immer mit dem Ziel, allen Aktiven nach dem Inkrafttreten des Frischklebeverbots eine optimale Lösung anzubieten.
„Wir wollten sehen, was wirklich gut ist”, sagt Daus. Da gleich vier der andro-Stars (Saive, Süß, Wu Jiaduo und Schall) bei den Olympischen Spielen im Einsatz waren, hatte sie bis unmittelbar vor Saisonstart in der Bundesliga keine Zeit zu testen, mit welchem Material sich die Umstellung am besten bewerkstelligen lässt. „Also haben wir versucht, alles so zu organisieren, dass unsere Athleten bestens vorbereitet sind”, sagt Daus.
Die Ergebnisse waren überaus erfreulich. Die hochsensiblen Stars befanden im Blindtest ausnahmslos den andro ROXON 500pro für gut. Mit diesem Belag – in maximaler Stärke und selbstverständlich ohne den Einsatz verbotener Tuner oder Booster – starteten Christian Süß und Co. wenige Tage später erfolgreich in die Saison. Der 23-Jährige musste sich zwar im ersten Bundesligamatch noch dem Schweden Jan-Ove Waldner geschlagen geben, doch hatte dies mehr mit den Folgen einer Infektion zu tun, mit der der Düsseldorfer nach seiner Rückkehr aus Peking zu kämpfen hatte, als mit Materialproblemen. Und schon im zweiten Spiel der Borussia wurde Süß zum Matchwinner: Beim 3:2-Sieg in Plüderhausen bezwang er den Hongkong-Chinesen Leung Chu Yan mit 3:0 und punktete auch im Doppel an der Seite von Marco Freitas gegen Aleksandar Karakasevic/Jacub Kosowski: Spiel, Satz und Sieg für den andro ROXON 500pro!
David Daus zog erste Schlüsse zum Thema Materialumstellung, die auch für alle Aktiven an der Basis gelten. „Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je. Früher konnte man schlechtere Beläge noch aufpäppeln, aber jetzt kann man nicht mehr daran herumfummeln.”
Erst die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, inwieweit sich Tischtennis durch den Einsatz neuer Materialien verändern wird. Vieles deutet aber darauf hin, dass der entscheidende Schritt nicht durch angepasste Schlagtechniken vollzogen wird. „Die wichtigste Umstellung geschieht im Kopf”, sagt Daus. „Ich glaube dass Spieler mit kühlem, gutem Kopf sich schneller mit der neuen Situation arrangieren werden.” Probleme sieht Daus vor allem auf diejenigen zukommen, die Fehler aufs Material schieben. Das dürften allerdings kaum andro-Spieler sein…