Der andro ROXON 500pro überzeugte die Stars auch im Blindtest
„Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je”

David Daus ist erleichtert. „Wir waren überzeugt, dass unsere Produkte sehr gut sind”, sagt der Mann für Export und Produktentwicklung bei andro. Ein bisschen nervös war er aber doch vor dem großen Testtermin, den andro nach den Olympischen Spielen mit allen Stars anberaumt hatte. „Wir wollten unseren Aktiven vermitteln, warum der saubere Sport im Tischtennis so wichtig ist. Und wir wollten sie überzeugen, dass wir die besten Produkte bieten”, erklärt Daus.
Um dies zu erreichen, wählten die Verantwortlichen von andro einen riskanten Weg: Es wurde ein Blindtest durchgeführt, in den neben den Belägen von andro auch die Spitzenprodukte anderer Firmen einbezogen wurden. Jean-Michael Saive und Christian Süß, Slobodan Grujic, Wu Jiaduo und Elke Wosik testeten also festgeklebte Beläge, ohne zu wissen, womit sie eigentlich spielten. Die andro-Beläge wurden dabei mit unterschiedlichen Schwammhärten, aber mit identischer Oberfläche angeboten – immer mit dem Ziel, allen Aktiven nach dem Inkrafttreten des Frischklebeverbots eine optimale Lösung anzubieten. „Wir wollten sehen, was wirklich gut ist”, sagt Daus. Da gleich vier der andro-Stars (Saive, Süß, Wu Jiaduo und Schall) bei den Olympischen Spielen im Einsatz waren, hatte sie bis unmittelbar vor Saisonstart in der Bundesliga keine Zeit zu testen, mit welchem Material sich die Umstellung am besten bewerkstelligen lässt. „Also haben wir versucht, alles so zu organisieren, dass unsere Athleten bestens vorbereitet sind”, sagt Daus.
Die Ergebnisse waren überaus erfreulich. Die hochsensiblen Stars befanden im Blindtest ausnahmslos den andro ROXON 500pro für gut. Mit diesem Belag – in maximaler Stärke und selbstverständlich ohne den Einsatz verbotener Tuner oder Booster – starteten Christian Süß und Co. wenige Tage später erfolgreich in die Saison. Der 23-Jährige musste sich zwar im ersten Bundesligamatch noch dem Schweden Jan-Ove Waldner geschlagen geben, doch hatte dies mehr mit den Folgen einer Infektion zu tun, mit der der Düsseldorfer nach seiner Rückkehr aus Peking zu kämpfen hatte, als mit Materialproblemen. Und schon im zweiten Spiel der Borussia wurde Süß zum Matchwinner: Beim 3:2-Sieg in Plüderhausen bezwang er den Hongkong-Chinesen Leung Chu Yan mit 3:0 und punktete auch im Doppel an der Seite von Marco Freitas gegen Aleksandar Karakasevic/Jacub Kosowski: Spiel, Satz und Sieg für den andro ROXON 500pro!
David Daus zog erste Schlüsse zum Thema Materialumstellung, die auch für alle Aktiven an der Basis gelten. „Jetzt braucht man gutes Material dringender denn je. Früher konnte man schlechtere Beläge noch aufpäppeln, aber jetzt kann man nicht mehr daran herumfummeln.”
Erst die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, inwieweit sich Tischtennis durch den Einsatz neuer Materialien verändern wird. Vieles deutet aber darauf hin, dass der entscheidende Schritt nicht durch angepasste Schlagtechniken vollzogen wird. „Die wichtigste Umstellung geschieht im Kopf”, sagt Daus. „Ich glaube dass Spieler mit kühlem, gutem Kopf sich schneller mit der neuen Situation arrangieren werden.” Probleme sieht Daus vor allem auf diejenigen zukommen, die Fehler aufs Material schieben. Das dürften allerdings kaum andro-Spieler sein…

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