[Dokument drucken]

andro Newsletter Juni 2008

Tischtennisspieler, andro-Kunden, Fans der schnellsten Ballsportart der Welt!

Der Countdown läuft: Am 13. August beginnen die Tischtennis-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Peking. Das andro-Team wird dabei durch fünf Aktive vertreten sein – unter anderem auch durch Jean-Michel Saive, der sich nach langem Tauziehen mit dem Tischtennis-Weltverband ITTF nun auf seine sechste Olympia-Teilnahme freuen kann. Wie es dazu kam und was aus der juristischen Auseinandersetzung zwischen Jean-Mi und dem belgischen Verband auf der einen Seite sowie der ITTF auf der anderen Seite wurde, steht in diesem Newsletter.
Die Olympischen Spiele bringen eine Zäsur, auch für alle Aktiven an der Basis. Denn danach ist endgültig Schluss mit dem Frischkleben sowie mit den Tunern und Boostern. Beim Umgang mit den neuen Klebern gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten. Die Material-Experten von andro geben hierzu wertvolle Tipps.
Und Deutschlands bester Jugendspieler macht allen Mut, die den Umstieg noch vor sich haben. Erik Bottroff, der neue Deutsche Jugendmeister, erzählt, wie für ihn der Wechsel auf Beläge mit eingebautem Frischklebeeffekt verlaufen ist.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr andro-Team

 

Pro Tour
Paukenschlag durch Christian Süß

Christian Süß gehört zu den großen Gewinnern der letzten Wochen. Erst die Olympia-Qualifikation im Einzel, zuletzt der Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit Borussia Düsseldorf – doch schon in der zweiten Märzhälfte hatte der andro-Star mit einem Paukenschlag aufhorchen lassen, der Herren-Bundestrainer Richard Prause besonders freute: Bei den Qatar Open in Doha bezwang Christian Olympiasieger Ryu Seung-Min!
„Ich war mental gut drauf, und auch spielerisch lief alles rund”, kommentierte Christian strahlend. „Ich denke, das war eines der besten Spiele, die ich jemals bei einem Pro-Tour-Turnier gemacht habe.”
In der Weltrangliste war der Südkoreaner auf Rang acht eingestuft – und damit 30 Plätze höher als Süß. Doch am Ende gewann der Deutsche mit 4:1. Eine Erklärung dafür: „Ich bin ohne großen Druck in die Partie gegangen. Vielleicht war das genau der richtige Weg.”
Tatsächlich hatte der 22-Jährige bereits bei der Auslosung ausgesprochen gelassen auf das voraussichtliche Duell mit dem WM-Dritten Ryu Seung Min reagiert: „Ich mache mir keine Gedanken über eine leichte oder schwere Auslosung. Jede Partie gegen einen Topspieler ist ein Gewinn. Man bekommt nicht jeden Tag die Gelegenheit zu einer Begegnung mit einem Spieler aus den ersten Zehn und kann gerade deswegen in solchen Spielen unglaublich viel lernen”, hatte er erklärt und das Motto ausgegeben: „Ich sehe die Partie hauptsächlich als Chance für mich.”
Beinahe hätte Christian diese Chance in Doha verpasst. Denn zum Auftakt stand der Rechtshänder gegen den international eher zweitklassigen Brasilianer Gustavo Tsuboi angesichts eines 1:3-Satzrückstandes bereits vor dem Aus, startete aber dann eine Aufholjagd, die er mit einem 12:10 im entscheidenden siebten Durchgang krönte.
„Nach dem Sieg über Tsuboi war mein Kopf frei”, analysierte Christian. Und der anschließende Triumph über Olympiasieger Ryu beflügelte ihn im Achtelfinale gegen Zhang Jike noch zusätzlich. Doch trotz einer weiteren starken Leistung musste sich der Düsseldorfer dem aufstrebenden Chinesen letztlich mit 2:4 geschlagen geben. Süß hatte allerdings keinen Grund, dem verpassten Einzug ins Viertelfinale nachzutrauern. „Für mich war es so kurz vor der Olympia-Qualifikation wichtig, meine Form zu überprüfen und möglichst viel Selbstvertrauen zu sammeln. Das ist mir gelungen, natürlich besonders durch den Sieg gegen Ryu.”
Für den Koreaner geriet Süß in Katar geradezu zum Angstgegner. Denn auch im Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten im Doppel behielt Süß mit seinem Klubkollegen Dimitrij Ovtcharov gegen Ryu und Yoon Jae Young mit 4:1 die Oberhand. Im darauffolgenden Match um eine Medaille jedoch mussten sich Süß und sein Partner dem chinesischen Weltklasse-Doppel mit Weltmeister Wang Liqin und Weltcup-Gewinner Wang Hao ohne Satzgewinn geschlagen geben.
Weniger Grund zur Freude als Süß hatten in Doha seine andro-Kolleginnen Wu Jiaduo und Elke Schall. Wu musste sich eine Woche nach ihrer Achtelfinal-Teilnahme bei den Kuwait Open schon in Runde eins gegen die Südkoreanerin Moon Hyun Jung mit 1:4 aus dem Turnier verabschieden. Ebenso wie Schall nach erfolgreich überstandener Qualifikation gegen die Chinesin Liu Shiwen.
Im Doppel war für Wu und Schall als EM-Dritte nach dem gelungenen Sprung ins Hauptfeld auch bereits im Achtelfinale gegen die Südkoreanerinnen Kim Kyung Ah und Park Mi Young Endstation.
Die beiden andro-Spielerinnen hatten dafür Ende Mai bei den Japan Open wieder Grund zur Freude. Mit dem deutschen Nationalteam bezwangen Elke Schall und Wu Jiaduo völlig unerwartet den WM-Dritten Hongkong mit 3:0. Dabei boten sie beim 3:2-Erfolg im Doppel gegen Tie Yana/Lin Ling eine herausragende Leistung, und zudem bezwang Wu Jiaduo Lau Sui Fei mit 3:1. (Den dritten Punkt zum deutschen Sieg steuerte Zhenqi Barthel bei.)
Elke Schall überzeugte auch im Einzel und unterlag nach mehreren Siegen – unter anderem gewann sie gegen die Rumänin Elizabeta Samara mit 4:0 – erst im Hauptfeld der Nummer drei der Weltrangliste, Li Xiaoxia (China) mit 1:4.
Wu Jiaduo stand gegen die Weltranglisten-Zehnte Kim Kyung Ah (Südkorea) kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale. Doch andro-Spielerin Dudu musste mit einer schmerzhaften Zerrung im Schlagarm fertig werden, ausgerechnet gegen die beste Abwehrspielerin der Welt, und verlor letztlich hauchdünn mit 9:11 im Entschiedungssatz.

 

 

Olympia-Qualifikation
Allez Jean-Mi! Auf nach Peking!

Gleich fünf andro-Stars haben die olympische Einzel-Qualifikation geschafft, darunter auch Jean-Michel Saive.

Nach langem Kampf und schier endlosen Wochen und Monaten zwischen Hoffen und Bangen gab es doch noch ein Happy End: Jean-Michel Saive hat sich bei der Welt-Qualifikation für die Olympischen Spiele mit einer imponierenden Leistung seinen Startplatz gesichert. Der andro-Star hat damit auch ein Stück Tischtennis-Geschichte geschrieben, denn er ist einer von nur drei Athleten, die sich für alle sechs olympischen Turniere qualifiziert haben, seit Tischtennis 1988 in Seoul ins Olympia-Programm aufgenommen wurde. „Es ist ein großartiges Gefühl, das geschafft zu haben”, verkündete Jean-Mi strahlend, „und es macht viel mehr Spaß, das auf sportlichem Wege zu schaffen als vor Gericht.”
Vorausgegangen war ein Monate währender Streit und eine juristische Auseinandersetzung mit dem Weltverband ITTF, der Saive die Direkt-Qualifikation verweigert hatte, obwohl der Belgier in der hierfür relevanten Weltrangliste im Januar auf Platz 20 geführt worden war – allerdings gemeinsam mit dem Schweden Jörgen Persson, dem die ITTF den letzten Direktplatz zusprach. Jean-Mi Saive hingegen sollte durch die harte Mühle des Qualifikationsturniers.
Das europäische Qualifikationsturnier im April hatte der 38-Jährige verletzt abgesagt, beim Welt-Qualifikationsturnier in Budapest nutzte der andro-Star dann am zweiten Mai-Wochenende seine letzte Chance: Unter größtem Druck behauptete er sich gegen den Spanier Alfredo Carneros (4:1) sowie den Niederländer Trinko Keen (4:0) souverän. Gegen den späteren Sieger, Cheung Yuk aus Hongkong, unterlag Jean-Mi mit 2:4, doch zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass beide Spieler die Qualifikation geschafft hatten.
„Ich habe gut gespielt”, erklärte Jean-Mi zufrieden. „Ein bisschen Glück hatte ich allerdings auch: Carneros war in meiner ersten Runde ein recht dankbarer Gegner für mich.”
Nachdem er sein großes Ziel erreicht hat, will Jean-Michel Saive die juristische Auseinandersetzung mit der ITTF nicht fortführen. „Ich bin jetzt qualifiziert, und sie haben schon beschlossen, die Regeln für die Zukunft zu ändern. Also sehe ich keinen Sinn darin, noch zu prozessieren”, erklärte er.
Das andro-Team wird damit im Einzel-Turnier der Olympischen Spiele durch fünf Mitglieder vertreten werden. Nach der Direkt-Qualifikation der deutschen Nationalspielerinnen Wu Jiaduo und Elke Schall sicherten sich am ersten April-Wochenende in Nantes auch Christian Süß und die polnische Meisterin Xu Jie einen Platz im wichtigsten Wettbewerb der Tischtennis-Welt. Süß und Xu erreichten beim europäischen Qualifikationsturnier in Frankreich ihr Ziel jeweils am vorletzten Tag der Veranstaltung und ersparten sich so die befürchteten Zitterpartien am Schlusstag.
Christian Süß war nach seinem entscheidenden 4:1-Sieg im Finale des zweiten Qualifikationsdurchgangs gegen den Tschechen Petr Korbel nicht nur glücklich, sondern auch erleichtert: „Für mich geht ein Traum in Erfüllung”, sagte der 22-Jährige. „Ich wollte unbedingt auch im Einzel und nicht nur mit der Mannschaft in Peking dabeisein.”
Bis zum Augenblick der Erlösung hatte Christian ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Schon seine Qualifikation für die 32 Plätze, unter denen die elf Olympia-Tickets an den letzten drei Turniertagen ausgespielt wurden, war nicht planmäßig verlaufen. Nach einer unerwarteten 2:4-Auftaktniederlage gegen den Portugiesen Tiago Apolonia hatte Süß mit dem Rücken zur Wand gestanden, aber gegen den weißrussischen Abwehrspieler Evgueni Chtchetinine (4:2) und den estischen Außenseiter Aleksandr Smirnov Nervenstärke bewiesen.
Dem Happy End in der Vorrunde folgte tags darauf in der ersten K.o.-Runde eine weitere Ernüchterung. Gegen den Österreicher Robert Gardos verlor Christian trotz eines 2:0- und 3:1-Satzvorsprungs noch mit 3:4 – obwohl er im Entscheidungssatz sogar noch mit 9:6 geführt hatte.
Doch Süß bewies gerade in dieser kritischen Situation jene Nehmer-Qualitäten, die bei großen Turnieren entscheidend sind.
Zum Auftakt des nächsten K.o.-Durchgangs gegen den Slowaken Lubomir Pistej behielt der Düsseldorfer bei eigenem 1:2-Rückstand, nach dem 3:3-Ausgleich seines Gegners und auch bei 2:5 im letzten Satz die Nerven, nahm ein Time-out und entschied die Partie für sich.
Danach spielte er wie beflügelt und bezwang den für Polen startenden Chinesen Wang Zeng Yi sowie seinen Vereinskollegen Petr Korbel und erfüllte sich so seinen Traum vom Olympia-Start.
„Gegen Apolonia und Gardos hatte ich gute Chancen zum Sieg”, analysierte Christian später. „Die Niederlagen waren deswegen sicherlich vermeidbar, auch wenn ich besonders gegen Gardos gerade in knappen Situation gleich mehrfach Netz- und Kantenbälle zu verkraften hatte. In der zweiten K.o.-Runde habe ich aber sehr gut gespielt, in engen Situationen klaren Kopf behalten und auch meine Taktik umstellen können."
Nun blickt er nur noch voraus: „Peking wird sicher einer der absoluten Höhepunkte meiner Karriere sein. Ich bin sehr froh, dass ich dabei bin, nachdem es zwischenzeitlich ja manchmal nicht immer gut für meine Olympia-Teilnahme ausgesehen hatte."
Wie Süß musste auch Xu Jie in Nantes nachsitzen. Zwar blieb die gebürtige Chinesin in der Vorrunde ungeschlagen, musste aber in der ersten K.o.-Runde nach einem 4:1 gegen Gavna Gaponova (Ukraine) im zweiten Spiel gegen die Niederländerin Li Jie mit 1:4 einen herben Dämpfer hinnehmen.
Ihre zweite Chance nutzte die andro-Spielerin allerdings: Nach Erfolgen über die Ungarin Georgina Pota (4:1) und die Dänin Mie Skov (4:3) machte Xu Jie im Final-Duell mit ihrer Vorrrunden-Kontrahentin Fili durch ein 4:1 ihre Premiere bei Olympia perfekt.
„Die Sommerspiele waren seit Jahren mein großes Ziel, und ich freue mich, dass ich es tatsächlich erreicht habe", sagte Xu sichtlich bewegt.
So glücklich verlief der Kampf um die Olympia-Qualifikation nicht für alle andro-Spieler. Slobodan Grujic zählte diesmal zu den Pechvögeln. Der Serbe war in Nantes schon nach der Vorrunde durch Niederlagen gegen Lokalmatador Christophe Legout und Englands Talent Paul Drinkhall nur noch Zuschauer. Und bei der Welt-Qualifikation in Budapest bekam er ein denkbar unglückliches Los: Gegen den für die Ukraine startenden gebürtigen Chinesen Kou Lei verlor Grujic mit 1:4 deutlich und verpasste so den Sprung nach Peking.

 

 

Erik Bottroff
Der Riese hat großes Gefühl

So viel ist sicher: Unter allen hochklassigen Tischtennisspielern ist Erik Bottroff der Größte. Der 18-Jährige Sachsen-Anhaltiner misst 2.04 Meter. Tendenz: steigend.

Seit Ende April steht zudem fest: Erik Bottroff ist auch der beste deutsche Nachwuchsspieler. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Löhne sicherte er sich den Titel im Jungen-Einzel und Doppel (zusammen mit David Steinle) und unterstrich damit seine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre. Jungen-Bundestrainer Istvan Korpa zeigte sich beeindruckt: „Dass seine Entwicklung so weit geht, dass er in der Jugend ganz an die Spitze kommt, hat man nicht erwartet. Aber er hat jetzt schon einige Veranstaltungen gewonnen, auch das Bundesranglisten-Turnier; und bei der Jugend-WM hat er auch ganz gut gespielt.” Daher attestiert Korpa seinem Schützling: „Er gehört jetzt fest zur Jugend-Nationalmannschaft.”
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Erik Bottroff kam zwar mit acht Jahren recht früh zum Tischtennis, gehörte aber nie zum Schüler-Nationalkader. Auch in der Jugend war er lange Zeit nur einer unter vielen Spielern. Bei andro hingegen hat man sein Talent schon frühzeitig entdeckt: Schon seit Jahren zählt er zum andro-Team.
Dies erwies sich in den letzten Monaten als wichtige Grundlage für seine Erfolge, denn bei der Umstellung durch den Wegfall des Frischklebens machte Erik Bottroff mit seinem Material gute Erfahrungen. „Ich hatte mir die Umstellung schwieriger vorgestellt”, sagt der 18-Jährige. „Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich zu Anfang so gute Beläge gibt.”
Mit dem andro PLASMA 470, dem härtesten Belag aus der PLASMA-Reihe, war er sehr zufrieden, steigt aber nun auf die nächste Stufe moderner Belag-Technologie um: auf den andro ROXON 500pro. Beide Beläge spielt er in Maximum-Stärke auf einem andro Super Core Cell OFF-.
Mit dieser Kombination wird Erik Bottroff künftig für die DJK Germania Holthausen auf Punktejagd gehen, vermutlich als Nummer drei, vielleicht sogar schon im oberen Paarkreuz. Bei seinem alten Klub, dem ITTC Sachsen Döbeln, hatte er die letzte Saison als Nummer fünf im Reserveteam in der Regionalliga begonnen und zuletzt einige Einsätze als Ersatzmann in der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga absolviert.
Der Wechsel nach Holthausen bringt ihm nicht nur einen Zweitliga-Stammplatz, sondern auch eine berufliche Herausforderung. Nach dem Realschul-Abschluss beginnt Erik Bottroff bei schöler+micke eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandels-Kaufmann. „Ich wollte nicht nur eine Ausbildung machen”, sagt er, „mein Wunsch war auch, das in der Tischtennis-Szene zu tun.”
Mit diesem Schritt hat Erik sich gegen eine ganze Reihe anderer guter Offerten entschieden – unter anderem gegen das eines Erstligisten! „Ich hatte ein Angebot aus Jülich, aber nur mit begrenzten Einsätzen”, verrät er. Durch die Einführung der Dreier-Teams in der 1. Bundesliga schien ihm die Hürde 1. Liga aber doch noch zu hoch – vorläufig.
Kein Zweifel, dass er es dorthin schaffen kann, denn er bringt eine ganze Reihe glänzender Voraussetzungen mit, um sich noch deutlich weiter nach oben zu arbeiten: herausragendes Ballgefühl, ein Kurz-kurz-Spiel wie nur wenige der besten deutschen Herren, große Spielübersicht, dazu Kreativität, Spielwitz, Mut und eine gehörige Portion Frechheit. Istvan Korpa lobt denn auch „Eriks Fähigkeit, über dem Tisch einiges mit dem Ball anzustellen. Wenn er sich nach vorne beugt, ist er ganz nah am Netz. Er spielt überraschende Bälle, ist für den Gegner unberechenbar und hat auch ein Auge für taktische Lösungen.”
Dabei ist die Physis für den Deutschen Jugendmeister eher von Nachteil als von Vorteil. „Seine körperlichen Voraussetzungen sind sicherlich nicht optimal für einen Tischtennisspieler”, sagt Korpa. „Mit 2.04 Metern ist sein Wachstum offenbar noch nicht ganz abgeschlossen. Und dazu”, so fügt der Jungen-Bundestrainer süffisant an, „kommt noch sein Gewicht, das sicherlich ein bisschen über dem leistungssportlichen liegt.” Doch er attestiert seinem Schützling enormen Ehrgeiz, und dies ist vielleicht sogar Eriks größtes Potenzial.

Bottroff weiß um seine Schwächen, und er arbeitet daran. „Ich hab’ mich physisch schon ein bisschen verbessert”, sagt er. Das ist auch durch den Wegfall des Frischklebens wichtig. Seine Analyse: „Im Kurz-kurz-Spiel fällt der Ball mehr runter, und man muss insgesamt mehr mit dem Körper arbeiten. Doch er sieht auch Vorteile im Materialwechsel: „Beim Gegenziehen hat man mehr Kontrolle.” Und die Schwankungen, die durch das Frischkleben immer wieder mal verursacht wurden, ist er nun auch los. „Bei meinem Belägen weiß ich jetzt genau, woran ich bin.”

 

 

Rückblick DM Jugend/Ausblick EM Jugend
Terni weckt Träume

Der Countdown läuft. Am 7. Juli beginnen die 51. Jugend-Europameisterschaften in Terni (Italien), das große Ziel aller deutschen Nachwuchsspieler. Über Wochen und Monate herrschte deshalb bundesweit das große Zittern. „Es gibt sieben Kandidaten, die sich noch Hoffnungen machen dürfen, aber nur fünf Plätze”, erklärte Jungen-Bundestrainer Istvan Korpa noch Mitte Mai. Die Nominierung soll vielleicht schon Anfang, möglicherweise aber auch erst Mitte Juni vorgenommen werden.
Unter den sieben aussichtsreichen Kandidaten, die Korpa nannte, sind gleich drei Mitglieder des andro-Teams: Erik Bottroff, Robin Malessa und Ricardo Walther. Als neuer Deutscher Jugendmeister im Einzel und Doppel muss sich Bottroff keine Sorgen machen, für Malessa und Walther hingegen verliefen die Titelkämpfe in Löhne Ende April enttäuschend.
Ricardo Walther, an Position zwei gesetzt, schied im Achtelfinale gegen den Württemberger Heiko Zapf aus. Freilich mit dem Handicap eines Trainingsrückstandes: Der 16-jährige Ricardo hatte gerade erst einen Ermüdungsbruch im Fuß überwunden. Mit dem Gewinn des DTTB-Top 48 der Jungen im letzten Jahr sowie einem zweiten Platz beim DTTB-Top 12 in diesem Jahr hat der DTTZ-Schüler in den letzten Monaten mehrmals bewiesen, dass er besser spielen kann.

Ähnliches gilt auch für Robin Malessa, der in Löhne sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte. Robin schied ebenfalls im Achtelfinale aus, hatte allerdings in Tran Le Minh auch einen starken Gegner. DTTB-Jugendsekretär Günter Köcher attestierte dem Thüringer: „Tran Le Minh ist wirklich für jeden gefährlich.” Und dies bestätigte sich denn auch prompt eine Runde später, als der Thüringer gegen Erik Bottroff loslegte wie die Feuerwehr und kurz davor stand, den Favoriten zu überrollen. 0:2 stand es aus Sicht von Erik nach Sätzen – und 7:9 im dritten Durchgang. Dann schüttelte sich der baumlange Bottroff und raffte sich auf. „Ich war bis dahin schon vier- oder fünfmal bei Deutschen Meisterschaften der Schüler und der Jugend im Viertelfinale, aber noch nie weiter. Jetzt wollte ich endlich eine Einzelmedaille”, sagte der Sieger.
Das unterstrich er eindrucksvoll. Mit einem hart erkämpften 3:2 im Viertelfinale gegen Tran Le Minh, einem 3:1 im Halbfinale gegen Christoph Schmidl sowie einem 3:2 im Endspiel gegen seinen Doppelpartner David Steinle behauptete sich der 18-Jährige Erik letztlich verdientermaßen.
Nervenstärke und Kampfgeist bewies Bottroff auch im Doppel. Der 3:1-Sieg im Finale gegen die Bayern Christoph Schmidl und Philipp Floritz war für Bottroff/Steinle eine verhältnismäßig leicht Angelegenheit. Im Halbfinale jedoch hatten die späteren Deutschen Meister bereits mit 0:2 nach Sätzen zurückgelegen – ausgerechnet gegen Richard Hoffmann und Tran Le Minh! Nur wenige Minuten vor Beginn dieses Doppels hatten die Viertelfinalspiele im Einzel geendet, in denen Bottroff sich gegen Tran Le Minh noch nach 0:2-Satzrückstand behauptet hatte und Steinle Hoffmann nach 1:2-Satzrückstand ausgeschaltet hatte. „Wir waren dann im Doppel psychologisch schon ein bisschen im Vorteil”, erklärt Erik Bottroff mit breitem Grinsen. „Ich denk’ mal, die waren noch zwei Wochen später fertig.”
Solche Siege bringen nicht nur Medaillen und Titel, sondern stärken auch das Selbstvertrauen. Für die Jugend-Europameisterschaften hat sich Erik Bottroff deshalb ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: „Ich will eine Medaille!” In welchem Wettbewerb, das sei ihm egal.
Das Zeug dazu hat er zweifellos. 2008 könnte das Jahr des Erik Bottroff werden.

 

 

Frischklebeverbot
andro Praxis-Tipp: Was jeder zum Kleben wissen sollte

Die Zeit des Frischklebens ist vorbei, und zusätzlich zum Verbot lösemittelhaltiger Kleber hat der Tischtennis-Weltverband ITTF auch noch ein Verbot der Tuner und Booster beschlossen. Nach der Sommerpause, wenn weltweit für alle Spielklassen und Altersstufen Sanktionen bei Zuwiderhandlung drohen, wird also der letzte Schritt in diese Ära erfolgen, auf die sich viele Aktive bereits eingestellt haben.
Auch künftig jedoch muss natürlich jeder Spieler seine Beläge auf dem Holz festkleben. Bloß wie?
So mancher Spieler hat bei seinen ersten Versuchen mit den neuen Klebstoffen böse Überraschungen erlebt. Die häufigsten Klagen: Die Beläge halten nicht richtig, und wenn sie dann endlich halten, bekommt man sie schlecht wieder ab, ohne das Holz zu beschädigen und den Schwamm zu zerreißen.
Bei andro hat man diese Probleme frühzeitig erkannt und eine Produktreihe entwickelt, die optimale Lösungen bietet: die Serie andro FREE.
Mündige Athleten sollten aber nicht nur über die richtigen Produkte, sondern auch über das nötige Know-how verfügen. Was jeder über das Festkleben von Belägen wissen sollte:

Die neuen Festkleber sind lösungsmittelfrei und auf Wasserbasis hergestellt. Das hat drei Konsequenzen.
- Die Trocknungszeit des Klebers verlängert sich auf ca. fünf bis zehn Minuten.
- Diese neuartigen Kleber bieten keinerlei Frischklebeeffekt, sondern wirken ausschließlich als Haftmittel zwischen Gummi und Holz.
- Wasserlösliche Kleber haben höhere Haftungseigenschaften.

Weil die wasserlöslichen Kleber dafür sorgen, dass Holz und Belag eine stärkere Verbindung eingehen, drohen Beschädigungen beim Ablösen der Beläge. Deshalb sollten alle Tischtennisspieler ihre Hölzer mit der Spezial-Lasierung andro FREE Seal behandeln. Dieser Vorgang schließt die feinen Poren im Furnier und schützt so das Holz besser gegen das Ausreißen von Holzfasern sowie gegen Verschleiß.
Eine Beeinträchtigung der Spieleigenschaften ist dadurch nicht zu befürchten. Die lösungsmittelfreie Lasur ist extra dünn und bewusst darauf abgestimmt, die Spieleigenschaften des Holzes nicht zu verändern.
Nach der Lasur sollte der Schläger zunächst aushärten, bevor die Beläge aufgeklebt werden – mindestens vier, am besten aber zwölf Stunden lang. Ist das Holz einmal entsprechend vorbereitet, so bietet es optimale Voraussetzungen: Der
Belag lässt sich dann beim nächsten Wechseln problemlos abziehen, und es bleiben keine Kleberrückstände auf dem Holz zurück.
Wer sein Holz noch nicht mit andro FREE Seal versiegelt hat und feststellt, dass beim Abziehen der Beläge Holzfasern auszureißen drohen, der sollte darauf achten, die Beläge im rechten Winkel zur Holzmaserung abzuziehen – also nicht vom Griff zur Spitze des Schlägerblattes oder umgekehrt, sondern von einer Seite zur anderen. Danach: Das Holz mit andro FREE Seal versiegeln und künftig nur noch mit andro FREE Glue kleben.

 

 

Materialvorstellung:
andro Wega 09 Serie - da ist für Jeden etwas dabei!

Poloshirt WEGA 09
Neue, frische Farbvarianten des erfolgreichen WEGA Polos: Sportlich-elegantes Trikot aus indoorDRY Microfaser kombiniert mit schnell trocknendem Strukturmaterial im Schulter- und Achselbereich - für höchsten Tragekomfort. 100% Polyester, indoorDRY.
302236 orange/rot 302237 navy/lime 302238 royalblau/navy 302239 schwarz/rot
Gr. XXS-4XL UVP 39,90 €



Damenshirt WEGA Women 09
Sportlich-elegantes Damen-Trikot aus indoorDRY Microfaser. Femininer, taillierter Schnitt. Alle Farben passen zum Herren-Modell. 100% Polyester, indoorDRY.
302210 orange/rot 302211 navy/lime 302212 royalblau/navy 302213 schwarz/rot
Gr. 34-46 UVP 34,90 €



Poloshirt WEGA Young 09
Zur WEGA 09 Kollektion passendes Jugend-Hemd, perfekt geschnitten für Kinder und Teenager. 100% Baumwolle.
302293 royalblau/navy 302294 schwarz/rot
Gr. 3XS-L UVP 22,90 €



Short YUKON
Modischer Short aus sehr weichem Gewebe in vier Farbvarianten zur idealen Kombinmation mit den Hemden NOVA, WEGA und ATANA. Zwei Seitentaschen und Kordelzug zur Weitenregulierung, ohne Innenslip. 100% Polyester, Microfaser
312214 navy/lime 312215 navy/royalblau 312216 schwarz/rot 312217 schwarz/orange
Gr. 3XS-4XL UVP 25,00 €



Rock SHIVA
Femininer TT-Rock aus leicht elastischem Gewebe. Integrierte Hotpants macht diesen Rock zum "Skort". Weiches Funktionsmaterial, Logo Stick und weiße Farbpaspeln. 92% Polyester/ 8% Spandex.
322205 schwarz Gr. 34-46 UVP 27,00 €

 

 

Spielerportrait

Name: Bottroff Erik
Geburtstag: 09.02.1990
Größe: 202 cm
Gewicht: 90 kg
Nationalität: Deutsch
Spitzname: Botti
Vereinszugehörigkeit: Germania Holthausen
Welches Material spielst Du (Beläge/Holz)?
Holz:Super Core Cell off –
Beläge: plasma 470
Karrierehighlight:
Deutscher Meister Jungen Einzel und Doppel 2008
Sieger DTTB top12 2008
3. German Youth Open 2008 Einzel
1. German Youth Open Doppel
Teilnahme Jugend EM und WM 2007
Erfolgsgeschichte:
Sehr früh angefangen und immer alles gegeben!
Lebensphilosophie:
Man kann jedes ziel erreichen wenn man es nur will!
Hobbys:
Tischtennis, Freunde, Party, Essen
Wie bist Du zum Tischtennis gekommen?
In der Schule gab es ein Turnier . Ich Habe gespielt und es hat mir Freude bereitet tischtenis zu spielen
Was macht die Faszination am Tischtennis aus?
Ich denke Tischtennis ist eine sehr komplexe Disziplin . Und genau das macht es so spannend.
Welche Tips gibst Du für ein erfolgreiches Training?
Immer alles geben und schauen was dabei rauskommt.

 

 

News
andro Kids Open – noch freie Startplätze

Die 19. andro Kids Open (ehemals Tischtennis-Kinderolympiade) rücken immer näher und noch immer gibt es ein paar freie Startplätze. Bereits in rund zwei Monaten (01.-03.08.2008) findet das einmalige Event statt. Dann werden wieder über 1.400 Kinder und Jugendliche im Alter von 6-15 Jahren das Event zum größten TT-Kinderturnier Europas machen.
Die „KO“ wird erstmals seit Bestehen bereits Anfang August durchgeführt, da vom 08. bis 24. August die Olympischen Spiele in Peking (China) stattfinden werden.
Dank der frühen Terminierung haben die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit, das deutsche Olympia-Team mit Timo Boll, Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov nach Peking zu verabschieden.
Doch zuvor können die Kids mit den Medaillen-Hoffnungsträgern ein paar Bälle spielen und Autogramme sammeln und beim Olympia-Vorbereitungsturnier „Stars for Kids“ die europäischen Topstars wie Vladimir Samsonov, Michael Maze, Werner Schlager u.a. live erleben. Anmeldeschluss ist am 12. Juli. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Borussia Düsseldorf unter www.borussia-duesseldorf.com

 

 

News
Einführung ROXON in China und Weltweit

Seit nun ca. 2 Monaten ist der neue andro ROXON Belag im weltweiten Verkauf und das Feedback der Spieler ist überwältigend. In China wurden die beiden Versionen des neuen ROXON 450 und ROXON 500pro schon bei der WM im chinesischen Guangzhou präsentiert (siehe Foto) und bekamen äußerst gute Bewertungen. In Deutschland hatten die Leser des Magazins "tischtennis" die Möglichkeit sich an einer großen bundesweiten Testaktion zu beteiligen. Bei dieser Aktion wurde der ROXON 450 von 30 und der ROXON 500pro von 20 Lesern getestet. Insgesamt gab es für die Beläge gute bis sehr gute Bewertungen. Die Spieler sehen die neuen ROXON Beläge als eine überzeugende Alternative zu Ihren bislang frisch geklebten Belägen.
Nähere Information zu den andro Belägen im Internet unter www.new-rubber.de oder auf der andro Homepage www.andro.de